Medienstimmen

„Mit viel Sprachwitz und oft grotesker Komik seziert Veran in der fiktiven Verteidigungsrede die autoritären Denkmuster und ans Mittelalter angelehnten Ideologien der christlichsozialen und bürgerlich-konservativen Politiker.“

(Thomas Neuhold: Der Standard, 03.10.2020)


„Pointiert geschrieben ja, allerdings es ist eine Art kalte Satire, bei der mir das Lachen sehr oft im Halse stecken geblieben ist.“

(Gnauer Herbert, Radio Orange)


“[Veran] macht eine Nähe bzw. Geistesverwandtschaft von Dollfuß‘ Denken zu dem der Nationalsozialisten fest, wie man sie so noch nicht kannte.“

(Gerald Netzl: Bücherschau 01/2021 Nr. 222


„Veran wendet unter stetem Zugriff auf Anzenbergers Hintergrundwissen die Strategie eines Karikaturisten an, nämlich Verzerrung möglichst bis zur Kenntlichkeit. ‚Populismus völlig unnötig – den haben wir ausschließlich in der Demokratie

zu deren Ausschaltung gebraucht’, lautet etwa eine der Aussagen, die aus dem Auferstandenen hervorsprudeln, wenn er sich wortreich erklärt.” 

(Karl Doppelhofer: Obersteirische Rundschau, 11./12.03.2020, S. 43)


„Ich hab‘ Spaß gehabt beim Lesen, das ist vielleicht gar

nicht so gewollt von Ihnen. Haben Sie denn Spaß beim

Schreiben gehabt? Das wirkt nämlich so.“

(Florian Felix Weyh, Radio Deutschlandfunk)


„Dollfuß verteidigt, was nicht zu rechtfertigen ist. Und Anzenberger macht sichtbar, was heute noch gilt: ‚Das Abgleiten von der demokratischen Republik hinein in eine Diktatur ist ein Lehrbeispiel‘.“

(Claudia Gigler: Kleine Zeitung, Steirer des Tages, 12.02.2020)


„Verans Buch liefert nicht nur zahlreiche wenig bekannte Einzelheiten aus diesem Abschnitt der Geschichte Österreichs. Mit seiner gekonnten Schilderung der grausamen Komik einer zutiefst bürgerlichen Faschisierung hat der Autor auch ein bemerkenswertes Stück antifaschistischer Literatur vorgelegt.“

(Gerd Bedszent, Tageszeitung junge Welt)


„Wenn aber dort in den Salons Kurt Tucholsky mit Erich Kästner über das Buch plaudert und beide grinsen sich einen, bis Kästner laut lacht, so dass George Bernhard Shaw stirnrunzelnd rüberkommt, dann ist es auch hier unten das richtige Buch zur Zeit.”

(Hannes Nagel: Das Flugblatt/Musenblatt, 04.03.2020, S. 4)


„Bei dieser Parallelführung der politischen Entwicklung in den 1930er Jahren und in der Gegenwart gelingen Peter Veran teilweise köstliche Sprachbilder – etwa, wenn er (auch mit Bezug auf die antisoziale Rhetorik der FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein) die austrofaschistische Sozialpolitik als „Heilfasten“ etikettiert (S.96)

oder darauf verweist, dass man im Kampf gegen „landfremde“ Arme immer wieder sieht, „ewig gestrige und damit jahrhundertelang bewährte soziale Gestaltungsinstrumente bleiben doch ewig jung“ (S.37).“

(Winfried R. Garscha: Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft, Nr. 2/2021, Juli


„Das „Plädoyer eines Märtyrers“ hält genug Abstand von den anrüchigen Vorbildern der postmortalen Rechtspflege, nutzt den Einfall aber geschickt, die groteske Verteidigungsrede eines zum Diktator gewordenen Bundeskanzlers zu inszenieren. Psyche und Praxis einer solchen Figur einmal zusammen vorgeführt zu bekommen, hat bei Licht besehen auch genügend makabre Züge.“

(Martin Rath: LTO Legal Tribune Online vom 10.04.2020