Festakt im Parlament, Festrede des österreichischen Bundespräsidenten, Gespräch mit Hannah Lessing, Franz Vranitzky und Andreas Khol.
Ist es wirklich erst 30 Jahre her, dass Österreich einen Nationalfonds eingerichtet hat, um den Opfern des Nazi-Terrorregimes einen kleinen Geldbetrag zu gewähren - ohnehin nur eine symbolische Geste für das erlittene Unrecht?
Und war es tatsächlich erst vier Jahre früher, 1991, als Bundeskanzler Franz Vranitzky in genau diesem Parlament Österreichs Mitschuld an den nationalsozialistischen Gräuel einbekannte?
Wir stehen, vielleicht, wieder an einer Wende. Und müssten uns zu Herzen nehmen, was der zweite Nationalratspräsident gerade eben gesagt hat: Dass man, im Lichte der historischen Verantwortung, genau darauf achten sollte, welche Veranstaltungen man hier im Hohen Haus der Demokratie zulässt.
Ein Appell, der auch den ersten Präsidenten dieses Hauses zum Nachdenken bewegen sollte: erst recht im Lichte der morgen von ihm anberaumten, unsäglichen „Dinghofer-Preisverleihung“, zu Ehren eines überzeugten Nationalsozialisten (Parteimitglied 1940!) und notorischen Antisemiten!



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